Geschichte

Das Konsortium entstand am 5. März 1990 in Corte Franca, mit dem Zweck, die Einhaltung der Produktionsregeln des Franciacorta Weins zu gewährleisten und zu überwachen. Was diesen Wein kennzeichnet, der ausschließlich mit der Methode der zweiten Gärung in der Flasche hergestellt wird, ist der Name der geografischen Region, in der seine Chardonnay-, Blau- und Weißburgunderreben wachsen. Ein einziger Begriff „Franciacorta“, der ein Gebiet, ein Herstellungsverfahren und einen Wein definiert.

Seit seiner Übersiedlung im Jahr 1993 an den heutigen Standort Erbusco zählt das Konsortium Franciacorta über 200 Mitglieder an Winzern, Weinproduzenten, Abfüllern, Beschäftigten in der Produktionskette der Ursprungsbezeichnungen Franciacorta DOCG, Curtefranca DOC und Sebino IGT. Ein unverwechselbares Markenzeichen, das zinnenbewehrte F, zeichnet seine Weine aus und geht auf die mittelalterlichen Türme zurück, die so charakteristisch sind für die 19 Ortschaften im Herzen der Lombardei, am Fuße des Iseosees: Adro, Brescia (teilweise), Capriolo, Cazzago San Martino, Cellatica, Coccaglio, Cologne, Corte Franca, Erbusco, Gussago, Iseo, Monticelli Brusati, Ome, Paderno Franciacorta, Paratico, Passirano, Provaglio d'Iseo, Rodengo Saiano und Rovato,

Die Geschichte in Kürze Auf dem Gebiet der Franciacorta werden seit dem sechzehnten Jahrhundert große Weine gekeltert. Eine über die napoleonischen Kataster von 1809 durchgeführte Studie bestätigt die Existenz von fast 1000 Hektar Reben, die deutlich über dem Bedarf von etwa 40.000 Einwohnern lagen und somit auch für den Verkauf bestimmt waren. Ihre moderne Geschichte beginnt im Jahr 1961 mit 11 Produzenten, 29 Hektar Weinbergen und einer Produktion von 2000 Hektolitern Pinot di Franciacorta.

1967
1967: Mit einem Dekret des Präsidenten der Republik wird die Franciacorta als Gebiet mit Herkunftsbezeichnung (DOC) anerkannt.

5. März 1990
Entsteht das Freiwillige Konsortium für den Schutz der Franciacorta Weine mit 29 assoziierten Winzern.

1991
1991: Im März wird das Technische Produktionsreglement des Franciacorta genehmigt und im November das Markenzeichen Franciacorta in Italien registriert.

1993
Neue Herstellungsrichtlinien schreiben als Methode der Schaumweinherstellung ausschließlich die natürliche zweite Gärung in der Flasche vor, der Ausdruck Metodo classico verschwindet und die Pflicht des Produktionsgebiets der Trauben wird eingeführt.

1995
1995: Das Logo des Konsortiums wird zur einzigen Identifikation des Franciacorta DOCG, dem ersten italienischer Brut, der die Anerkennung der Ursprungsgarantie erhält. Im September des gleichen Jahres genehmigt die Genossenschaft die Produktionsrichtlinien des Franciacorta DOCG.

1996
Genehmigung des „Codice Vitivinicolo“ (Weinkodex). Es handelt sich um eine Selbstregulierung, die eine Weiterentwicklung des technischen Produktionsreglements darstellt und restriktiver ist als die Herstellungsrichtlinien.

1. Januar 1997
Die ersten Flaschen von Franciacorta mit der Staatsbanderole DOCG werden verkauft.

2000
Zwei wichtige Wein-Kultur-Initiativen entstehen: Das Projekt „Strada del Franciacorta“ („Straße des Franciacorta“) mit dem Ziel der Förderung und Entwicklung des touristischen Potenzials der Franciacorta und das „Festival Franciacorta“, das noch heute jeden September stattfindet und das gesamte Territorium miteinbezieht.

2002
Mit der neuen Verordnung EG-753/02 darf der Franciacorta einzig mit dem Wort „Franciacorta“ ohne weitere Zusätze bezeichnet werden.

2003
Im Amtsblatt wird das Ernennungsdekret zur Ausübung der Kontrollpflichten gemäß Ministerialdekret vom 29/5/2001 für den DOC Terre di Franciacorta und den Franciacorta veröffentlicht, besser bekannt als „Erga omnes“. Das Konsortium zum Schutz des Franciacorta ist eines der ersten Konsortien Italiens, das diese Verordnung anwendet. Es vervollständigt die normale Aufsichtstätigkeit ab, die seit dem Jahr 2000 ausgeübt wird.

30. Dezember 2004
Mit dem Dekret des Jahres 2004 über die Regelung der Verwendung des Begriffs Talento seitens der italienischen VSQPRD (Qualitäts-Schaumwein bestimmter Regionen/Anbaugebiete) und VSQ (Qualitäts-Schaumwein) und auf ausdrücklichen Antrag des Konsortiums wird der Franciacorta DOCG vom Recht, diesen Begriff in seiner Bezeichnung und Aufmachung zu verwenden, ausgeschlossen. Die ministerielle Entscheidung anerkennt ausdrücklich die exzellente Qualität und Besonderheit des Franciacorta.

2007
Eine neuer Abschnitt auf der Website www.franciacorta.net entsteht, um Informationen über den Wein zur Verfügung zu stellen, die im Sinne einer größeren Transparenz über diejenigen auf dem Etikett hinausgehen.

2008
2008: Die neuen Herstellungsrichtlinien des Franciacorta DOCG, des Curtefranca DOC (der den Terre di Franciacorta ersetzt) und des IGT Sebino werden im Amtsblatt veröffentlicht.

2010
Einführung neuer restriktiver Spezifikationen in den Herstellungsrichtlinien des Franciacorta zur Erhöhung des Produktionsanforderungen im Zeichen der besten Qualität und zur Bestätigung des Franciacorta-Verfahrens als das weltweit strengste in dieser Art von Wein.